|
Peter Anderegg © Text und Bild |
Januar 2026 Die Schweiz hat ein perfektes durchlässiges Bildungssystem, welches niemanden nach einem Abschluss ohne Anschluss lässt – sofern man will. Die verschiedenen Bildungswege bieten allen etwas, weil Neigung und Eignung oft auseinander klaffen. Lino Guzzela, emeritierter ETH-Professor, Ingenieur und ehemaliger ETH-Präsident, sagte vor einigen Jahren sinngemäss: Er brauche nicht mehr Maturanden an der ETH sondern gute, also letztlich gute und motivierte Studentinnen und Studenten. Wieso wir das nicht endlich zur Kenntnis nehmen, ist mir schleierhaft. Fachkräfte auf allen Stufen sind gefragt, wir brauchen sie, damit der Strom fliesst, frisches Wasser aus dem Hahn kommt, die Toilettenspülung funktioniert, der Zug und das Tram fährt und alle Dienstleistungen professionell erbracht werden. Sogenannte «soft skills» wie Team-, Führungs- und Widerstandsfähigkeit werden zunehmend nachgefragt. Vor allem eine Berufslehre mit einer Weiterbildung befähigt Lernende dazu. Ob sie dann einen Bachelor oder einen Master anstreben, lässt unser Bildungssystem problemlos zu. Wir brauchen junge Menschen, die diejenige Ausbildung wählen, für die sie ein gewisses «feu sacré» empfinden. Das kann die gymnasiale Bildung sein, aber vermutlich für die meisten Schülerinnen und Schüler die duale Bildung in einem der vielfältigen Berufe. Die duale Berufsbildung ist eine starke, attraktive Alternative zum Gymnasium. |